Das Wasser im Aquarium
Wasserwerte und Wasserqualität
Temperatur
Kampffische mögen warmes Wasser und werden schnell krank, wenn die Temperatur im Aquarium deutlich unter 20 Grad fällt. Sie reagieren ausserdem empfindlich auf Temperaturschwankungen. Alle Temperaturänderungen sollten deshalb so langsam wie möglich erfolgen; das sollte man beim Wasserwechsel im Aquarium berücksichtigen.
pH-Wert
Der Säuregrad (pH-Wert) sollte ungefähr neutral sein. In Norwegen ist das Wasser an den meisten Orten neutral (etwa pH 7). Trotzdem kann es sinnvoll sein, sich ein Testset anzuschaffen.
Wasserhärte
Die Wasserhärte, also der Gehalt an gelösten Salzen, beeinflusst, welche Salze und Abfallstoffe über Kiemen und Haut des Fisches aufgenommen und ausgeschieden werden, und wirkt sich auf Stoffwechsel und Immunsystem des Fisches aus. Kampffische vertragen ziemlich hartes Wasser.
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Norwegisches Leitungswasser
Viele Aquarienbücher in norwegischen Buchhandlungen wurden im Ausland geschrieben und beschreiben Leitungswasser anhand der Bedingungen auf dem europäischen Kontinent oder in Nordamerika.
Norwegisches Leitungswasser unterscheidet sich von einer gleichmässigen Wasserversorgung dadurch, dass es gewöhnlich sehr frisch ist (es enthält wenig Ammoniak, Nitrit und Nitrat) und weich sein kann (unter 1 °GH). Das variiert selbstverständlich von Ort zu Ort; vielerorts fügt das Wasserwerk dem Wasser Kalk oder Salze hinzu, um pH-Wert und Härte zu erhöhen. Damit soll der Verschleiss (Korrosion) an den Leitungen verringert werden.
Nimm nichts als gegeben hin, bevor du Messwerte für dein Leitungswasser hast. Kaufe am besten ein Testset und miss selbst oder rufe beim örtlichen Wasserwerk an. Du kannst auch eine Wasserprobe zu deinem LFS bringen und fragen, ob man sie dort testen kann.
Wenn man in einem Aquarienbuch liest, dass man das Wasser zwei bis drei Tage in einem Eimer stehen lassen soll, um Chlor auszulüften, bezieht sich das meist auf das Wasser grosser europäischer Städte, die es zum Schutz vor Krankheiten stark chloren müssen. In Norwegen fügt das Wasserwerk nur selten so viel Chlor hinzu, dass man das Wasser vor der Verwendung im Aquarium auslüften muss.
Wenn man in einem Aquarienbuch liest, ein Fisch sei schwer zu halten, weil er weiches Wasser brauche, könnte dein Leitungswasser für diesen Fisch geradezu perfekt sein. Wie gesagt: Norwegisches Leitungswasser ist extrem weich und von einer Qualität, die uns der Rest der Welt beneiden kann.
Weitere Eigenschaften
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Salz
Manche empfehlen, einen Teelöffel Salz pro 10 Liter Aquarienwasser für Kampffische beizumischen. Ich gehöre zu denen, die möglichst wenig ins Wasser geben und das Salz lieber als Medikament aufbewahren, falls der Fisch krank wird. Süsswasser enthält extrem wenig Salze (unter 0,05 %). Auch wenn Wasser in der Natur hart sein kann, sind dafür andere Salze als Natriumchlorid verantwortlich. Siehe auch den Wikipedia-Artikel über Salinität (wp) .
Schaumnest
Das Schaumnest wird von der Wasserqualität beeinflusst. Wenn das Wasser zu hart ist, hält es nicht. Wenn man grosse, stabile Schaumnester möchte, sollte der pH-Wert im Aquarium 7 oder niedriger sein.
Sauerstoff
Der Sauerstoffgehalt des Wassers ist für die Gesundheit der Fische wichtig. Kampffische können jedoch wie alle Labyrinthfische Luft atmen und kommen deshalb notfalls auch unter schwierigen Bedingungen zurecht.
Wasseroberfläche
Die Wasseroberfläche im Aquarium sollte sauber und die Luft über dem Wasser warm und feucht sein. Andernfalls kann sich der Kampffisch beim Luftschnappen eine „Erkältung“ zuziehen. Auch Schaumnester halten in trockener oder kalter Luft schlechter.
Strömung
Kampffische scheinen gelegentlich gern gegen die Strömung zu schwimmen. Wichtiger ist aber, dass sie im Aquarium einen Bereich mit ruhigem Wasser haben, in dem sie sich an eine Pflanze oder etwas Ähnliches lehnen und ausruhen können. Für den Bau eines Schaumnests sind sie auf eine sehr ruhige Oberfläche angewiesen.