Systematik

Bild von Wikimedia Commons. Pieter Bleeker (im Bild) beschrieb 1850 die Gruppe Betta, in die der Siamesische Kampffisch 60 Jahre später eingeordnet wurde.
Pieter Bleeker (im Bild) beschrieb 1850 die Gruppe Betta, in die der Siamesische Kampffisch 60 Jahre später eingeordnet wurde.
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  • Der Siamesische Kampffisch (Betta splendens, Regan(wp), 1910) ist der Fisch, um den es auf dieser Website geht.
    Andere wissenschaftliche Namen für den Siamesischen Kampffisch (in der Literatur synonym verwendet): Betta trifasciata, Betta pugnax, Betta rubra, Macropodus pugnax.
  • Kampffische (Betta, Bleeker(wp), 1850) sind eine Gattung mit maulbrütenden und schaumnestbauenden Arten. Nicht alle Arten sind gleich aggressiv, und viele werden im Aquarium gehalten.
  • Macropodusinae (Hoedeman, 1948) ist die korrekte Gruppe des Kampffisches, obwohl sie oft als Anabantidae oder Belontiidae beschrieben wird.
  • Guramis(wp) (Osphronemidae, Bleeker, 1859) sind eine grosse Gruppe von Labyrinthfischen. Viele sind beliebte Aquarienfische.
  • Labyrinthfische(wp) (Anabantoidei) bestehen aus mehr als 80 Arten, verteilt auf die vier Familien Anabantidae, Belontiidae, Helostomantidae und Osphronemidae. Die Arten dieser Gruppe können mithilfe eines als Labyrinthorgan bezeichneten Organs im Kopf Luft atmen.
  • Stachelflosser(wp) (Perciformes) umfassen 19 Unterordnungen und mehr als 9000 Arten, meist Raubfische in flachem Wasser. Sie besitzen keine Fettflosse. Die Bauchflossen haben einen Stachel und fünf weiche Strahlen und sitzen weit vorne. Die Brustflossen sitzen an den Seiten.
  • Stachelflosser im weiteren Sinn(wp) (Acanthopterygii) machen etwa 40 % aller Fischarten aus.
  • Echte Knochenfische(wp) (Teleostei) sind eine Gruppe mit mehr als 26 000 Arten.
  • Strahlenflosser(wp) (Actinopterygii) umfassen unter anderem die Störartigen (Chondrostei) mit 25–30 Arten, Flösselhechte (Polypteridae) und den Schlammfisch (Amia calva).
  • Kiefermäuler(wp) (Gnathostomata) umfassen alle Wirbeltiere mit Ausnahme von Schleimaalen und Neunaugen. Hier treffen sich die Stammbäume von Kampffisch und Mensch ungefähr. Die Gruppe entstand vor 440 Millionen Jahren in Süss- oder Brackwasser.
  • Wirbeltiere(wp) (Vertebrata, Cuvier(wp), 1812) umfassen mehr als 50 000 Arten.
  • Chordatiere(wp) (Chordata, Bateson(wp), 1885) zeichnen sich durch einen elastischen Stützstab, die Chorda dorsalis, aus.
  • Neumünder(wp) (Deuterostomia) sind so weit entwickelt, dass Nahrung und Ausscheidungen durch zwei verschiedene Öffnungen laufen; sie machen fünf Prozent aller bekannten Tierarten aus.
  • Bilateria(wp) sind bilateralsymmetrische Tiere. Seesterne, Seeigel und Quallen gehören zu den wenigen Gruppen, die nicht hierher gehören.
  • Tiere(wp) (Metazoa) haben gemeinsame Vorfahren, die vor etwa einer Milliarde Jahren lebten.
  • Opisthokonta(wp) umfassen Tiere, Pilze und einige Organismen, die früher als Protisten(wp) bezeichnet wurden.
  • Eukaryoten(wp) (Eukaryota) sind ein- oder mehrzellige Organismen mit einer Vielzahl nützlicher Zellorganellen.
  • Leben(wp) ist das meiste, was sich bewegt, und eine ganze Reihe von Organismen, die es kaum tun.

Betta sp.

Die Abkürzung sp. bedeutet species, also Art. Betta sp. bedeutet daher „nicht näher bestimmte, unbekannte oder unbeschriebene Art der Gattung Betta“. Man weiss also, dass es ein Betta ist, aber nicht genau, um welche Betta-Art es sich handelt. Vielleicht hat die Art auch noch keinen eigenen Namen.

Wenn du weisst, dass du den Siamesischen Kampffisch meinst, schreibe Betta splendens.

Wenn du dagegen nicht weisst, ob es ein Siamesischer Kampffisch oder eine andere Betta-Art ist, ist Betta sp. angebracht. Achte dann aber darauf, dass niemand fälschlich glaubt, du meinst Betta splendens …