Einrichtung

Bild von Wikimedia Commons. Kampffische schätzen Schwimmpflanzen wie diese Wasserlinsen.
Kampffische schätzen Schwimmpflanzen wie diese Wasserlinsen.
Bild von Wikimedia Commons

Labyrinthfische bevorzugen im Allgemeinen flaches Wasser mit Schwimmpflanzen, zwischen denen sie ein Nest bauen können.

Sie bevorzugen einen niedrigen Wasserstand. 15 cm sind ideal, wenn die Fische ablaichen sollen, aber sie kommen auch in tieferen Aquarien gut zurecht.

Kampffische mögen Pflanzen. Am wohlsten fühlen sie sich zwischen Schwimmpflanzen oder anderen Pflanzen, die die Wasseroberfläche durchbrechen.

Licht

Kampffische brauchen kein beleuchtetes Aquarium, aber Licht ist vorteilhaft, um den Fisch zu sehen und die Pflanzen am Leben zu halten. Statt das Licht zu zufälligen Zeitpunkten ein- und auszuschalten, solltest du eine Zeitschaltuhr (zum Beispiel eine Steckdosenschaltuhr oder einen Smart Plug) verwenden. Die Fische sind weniger gestresst, wenn sie einen vorhersehbaren Tag-Nacht-Rhythmus haben, und die Pflanzen gedeihen besser. Am besten überschreitet die Beleuchtungsdauer zwölf Stunden pro Tag nicht.

Wärme

Eine künstliche Erwärmung des Aquariums ist nötig, wenn es nicht in einem Raum mit besonders hoher und stabiler Temperatur steht. Am einfachsten erwärmt man das Aquarienwasser mit einem thermostatisch geregelten Heizstab für 20–30 € aus dem örtlichen Zoofachgeschäft. Die beste Temperatur für Kampffische liegt zwischen 25 und 28 Grad.

Thermometer

Wenn man Wasser erwärmt, ist es naheliegend, auch ein Thermometer anzuschaffen. Hier gibt es einige Möglichkeiten.

Klassische Aquarienthermometer mit Quecksilber oder Alkohol bekommt man im örtlichen Aquariengeschäft meist für weniger als fünfzig Kronen.

Du kannst auch ein elektronisches Innen-/Aussenthermometer mit einem Sensor an einem Kabel verwenden. Achte nur darauf, dass an dem Teil, der ins Wasser kommt, keine Klebstoff- oder Klebebandreste sitzen und dass der Sensor aus einem neutralen Material besteht, das längere Zeit im Wasser liegen kann. Edelstahl ist normalerweise ein gutes Zeichen.

Einige Aquarianer berichten, dass nach einiger Zeit Wasser in den Sensor dieser Thermometer eindringt, wodurch sie sehr ungenau werden. Ich selbst habe das noch nie erlebt. Viele dieser Thermometer können die Höchst- und Tiefsttemperatur speichern. Das kann nützlich sein, wenn du vermutest, dass die Temperatur im Becken nicht stabil ist.

Für genaue Messungen solltest du das Thermometer beziehungsweise den Sensor weit entfernt vom Heizstab platzieren, möglichst am gegenüberliegenden Ende des Aquariums.

Bild von Wikimedia Commons. Ein externes Aquarienfilter.
Ein externes Aquarienfilter.
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In den letzten Jahren sind ausserdem Thermometer auf den Markt gekommen, die Infrarotstrahlung messen. Sie können wie eine Pistole aussehen, die man auf das Aquarium richtet und abdrückt. Das Thermometer misst die Wassertemperatur aus einer Entfernung von mehreren Metern und zeigt sie auf einem Display an. Diese Thermometer sind nicht besonders genau, aber praktisch, wenn man viele Aquarien hat oder die Temperatur verschiedener Dinge messen möchte.

Filter

Auch in Aquarien, in denen du nur einen Kampffisch halten möchtest, ist ein pumpenbetriebenes Filter sinnvoll. Ohne ein solches Filter müsstest du ständig Wasser wechseln. Der Filter wird nach der Grösse des Aquariums dimensioniert. Die Leistung steht gewöhnlich auf der Verpackung, in Litern pro Stunde und/oder als geeignete Aquariengrösse.

Beachte, dass Filterhersteller diese Angaben grosszügig auslegen. Wenn dort steht, dass der Filter bis zu 250 Liter schafft, passt er wahrscheinlich am besten in ein Aquarium mit 100 oder 150 Litern. Wie beim Aquarium selbst ist auch hier ein zu grosses Filter besser als ein zu kleines.

Jungfische stellen besonders hohe Anforderungen an die Wasserqualität.

Bodengrund

Kampffische kümmern sich wenig um den Bodengrund, aber die meisten Fische fühlen sich mit dunklem Kies oder Sand und einem Hintergrund sicherer. Der Bodengrund sollte kalkfrei und frei von Verunreinigungen sein. Man kann ihn im Zoofachhandel kaufen und sollte ihn vor dem Einfüllen ins Aquarium ausspülen.

Kampffische sind von Natur aus an weichen Bodengrund (Schlamm) angepasst.

In sogenannten sterilen Aufzuchtbecken verwendet man einen nackten Boden („BB-Aquarium“). Der Grund ist, dass sich ein blanker Glasboden leicht sauber halten lässt.

Spiegel

Wenn ein männlicher Kampffisch sich selbst in einem Spiegel sieht, erkennt er sich nicht wieder. Stattdessen glaubt er, dass sich ein Eindringling in seinem Revier befindet, und versucht, ihn durch Aufspreizen der Kiemendeckel und Flossen sowie durch eine möglichst beeindruckende Haltung zu vertreiben. Das ist für den Kampffisch nicht ungesund, solange man den Spiegel nur gelegentlich hervorholt und das „Schattenboxen“ jeweils auf wenige Minuten begrenzt.

In manchen Aquariengeschäften und vermutlich auch bei einigen Aquarianern steht der Spiegel ständig am Aquarium. Das stresst den Kampffisch, weil er den Eindruck bekommt, dass sich ein Eindringling dort befindet, den er nicht vertreiben kann. Verwende den Spiegel daher mit Mass. Es gibt keinen Grund, den Kampffisch ständig auf dem Kriegspfad zu halten. Ausserdem ist die Vorführung besser, wenn er glaubt, der Eindringling sei gerade erst gekommen und leicht zu vertreiben. Der Spiegel sollte keine feste Einrichtung im oder am Aquarium sein, sondern eine gelegentliche Möglichkeit, den Kampfgeist des Kampffisches zu zeigen.