Futterarten
Diese Tabelle führt einige häufige Futtersorten für Kampffische und andere Aquarienfische auf.
| Futter | Art | Alter der Fische | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Infusorien (Wimperntierchen) | lebend | 0–4 Wochen | Einfach zu züchten; eine Startkultur ist nicht nötig. |
| Rädertierchen | lebend | 0–4 Wochen | Etwas nährstoffreicher als Infusorien. Eine Startkultur ist erforderlich. |
| LiquiFry und Ähnliches | flüssiges „Trockenfutter“ | 0–4 Wochen | Kann als Ersatz für Infusorien verwendet werden, ist aber weniger nährstoffreich. |
| Hartgekochtes Eigelb, zerdrückt | Frischfutter | 0–4 Wochen | Durch einen Kaffeefilter pressen. Es verschmutzt das Aquarium stark; sparsam füttern und mit anderen Futterarten abwechseln. |
| Mikrowürmer | lebend | 3 Wochen–3 Monate | Relativ einfach zu züchten, wenn man eine Startkultur bekommt. |
| Artemia | lebend/gefroren/getrocknet | 1 Monat+ | Die Größe variiert; die größten Tiere sind für Jungfische zu groß. |
| Jungfische | lebend | 1 Monat+ | Viele Züchter töten fehlerhafte Jungfische, indem sie sie an größere Fische verfüttern. |
| Rote Mückenlarven | gefroren/getrocknet | 2 Monate+ | Menschen können gegen diese Larven allergisch werden. |
| Weiße Mückenlarven | lebend | 2 Monate+ | Sie können Kampffische mit Pilzen anstecken. Achte darauf, dass sie lebhaft und pilzfrei sind. |
| Fleisch/Innereien | Frischfutter | 2 Monate+ | Darf nicht gesalzen oder voller Zusatzstoffe sein. In passende Stücke schneiden. |
| Hartgekochtes Eigelb in Stücken | Frischfutter | 3 Monate+ | Von Zeit zu Zeit gut für ausgewachsene Fische, vielleicht besonders für Weibchen. |
| Flockenfutter | Trockenfutter | 3 Monate+ | Kann zwischen den Fingern zerdrückt und an einmonatige Jungfische verfüttert werden. |
| Granulat | Trockenfutter | 3 Monate+ | Kann zwischen den Fingern zerdrückt und an zweimonatige Jungfische verfüttert werden. |
| Fruchtfliegen | lebend | 3 Monate+ | Vor allem für ausgewachsene Fische und große Jungfische. |
| Futtertabletten | Trockenfutter | Eigentlich nicht für Kampffische. Kann trotzdem verwendet werden, wenn Fisch und Halter etwas zusammenarbeiten. |
Trockenfutter
Für den Alltag sind Flockenfutter oder Granulat für ausgewachsene Fische praktisch und völlig in Ordnung, solange man gelegentlich mit etwas Gefrierfutter oder Lebendfutter abwechselt.
Denke daran, dass Trockenfutter in einer geöffneten Packung einen großen Teil seines Nährwerts verliert, lange bevor das Haltbarkeitsdatum abläuft. Kaufe von bekannten Herstellern und niemals größere Dosen, als du innerhalb eines halben Jahres aufbrauchen kannst.
Gefrierfutter
Rote Mückenlarven können beim Menschen Allergien und bei allergischen Personen starke Reaktionen auslösen. Verwende ein Werkzeug, statt die Larven mit den Fingern zu berühren, oder wasche dir danach gründlich die Hände. Vermeide es, einige Stunden nach der Fütterung mit diesen Larven die Hände ins Aquarium zu stecken.
Gefrorene Artemia (engl.: brine shrimps) kann man ebenfalls im Aquariengeschäft kaufen. Wegen der Größe eignet sich dieses Futter meist am besten für ausgewachsene Fische.
Rinderherz kann man beim Metzger kaufen, einfrieren und für die Fische raspeln. Im Aquariengeschäft gibt es auch fertig geraspeltes und gefrorenes Rinderherz, das natürlich viel mehr kostet. Manche verzichten auf Rinderherz, weil sie meinen, dass Fische das Fett nicht gut verdauen können.
Lebendfutter
Lebende Mückenlarven bekommt man in vielen Aquariengeschäften. Sie müssen von bester Qualität sein (tote Larven im Beutel sind ein Zeichen für das Gegenteil), sonst können sie beim Fisch Pilzbefall verursachen.
Viel Lebendfutter lässt sich einfach selbst kultivieren. Infusorien und Mikrowürmer sind gute Beispiele. Wie man Infusorien und Mikrowürmer züchtet, steht auf der eigenen Seite über Lebendfutter. Artemia (engl.: brine shrimps) sind kleine Salzwasserkrebse, die etwas schwieriger selbst zu züchten sind; deshalb kauft man sie häufiger gefroren im Zoofachgeschäft.
Frischfutter
Kampffische können sich sehr über Reste aus dem Kühlschrank freuen. Sie fressen gern sowohl Fisch als auch Innereien. Sie fressen außerdem so wenig, dass man etwas vom Kochen abzweigen kann, ohne dass die Gäste hungrig vom Tisch aufstehen müssen.
Gib ihnen nicht zu viel Fleisch oder Fett von Vögeln oder Säugetieren. Achte außerdem darauf, dass es nicht gesalzen, gewürzt, geräuchert oder voller Konservierungsstoffe ist.
Abwechslung
Es ist sinnvoll, abwechslungsreich zu füttern. Beachte aber, dass ein plötzlicher Wechsel auf eine andere Futterart nach langer einseitiger Fütterung ein Schock sein kann.